Gemeindebrief

Der Gemeindebrief für Nieder- und Oberschöneweide in einer gemeinsamen Ausgabe. ( Zum Betrachten des Briefes benötigen Sie möglicherweise einen pdf-reader ) .

2020
Der aktuelle Gemeindebrief für April und Mai
Februar und März

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Februar und März


Andacht zum Monatsspruch Mai 2020

Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wie gute Haushalter der vielfältigen Gnade Gottes es tun. 1. Petr 4,10.

Liebe Leserinnen und Leser,
nichts läuft in der Gemeinde, wenn nicht Menschen da sind, die ihre Fähigkeiten einbringen und mithelfen. Die Gaben, die Menschen empfangen, werden, wenn man unseren Monatsspruch im griechischen Text liest, als Charismen bezeichnet.

Ein charismatischer Typ, sagen wir anerkennend und meinen einen Menschen mit Ausstrahlung, mit Glanz in den Augen, liebevoll dem Nächsten zugewandt. Nach unserem Bibelwort sind wir alle, die wir uns mit unseren Gaben einbringen Charismatiker. Menschen, die sich aufmerksam um andere sorgen, die zuhören und trösten, die Gemeinde leiten, die Gottesdienste gestalten, die Kranke besuchen und die Ärmsten nicht vergessen.

Das alles sind Gaben, in uns hineingelegt, Charismen, von Gott gegeben, um sie weiterzugeben und mit ihnen eine lebendige Gemeinde zu bauen: Herzlichkeit, Unvoreingenommenheit und Interesse an anderen Menschen. Ganz allgemein ist es die Bereitschaft, die eigenen Kräfte zu teilen. Es reicht gerade für mich, sagen manche Menschen. Ehrenamtliche sagen: Ich habe auch Kraft für meine Nächsten, habe einen Überschuss, den ich weitergeben will.

Dient einander, dient euren Mitmenschen mit euren Gaben. Sie sind nicht gegeben, um sie in mir zu begraben, alle die vielen Möglichkeiten, die ich in mir trage. Ich soll sie nicht begraben, sie nicht festhalten. Anders als Geburtstagsgeschenke, die ich behalten und gebrauchen soll, die für mich bestimmt sind, zu meiner Freude und zu meinem Glück, sind die Gottesgaben zum Weitergeben geschenkt. Sie gehen durch uns hindurch und werden weitergegeben an unsere Nächsten, zur Freude und zum Dienst an ihnen.

Empfangen und dienen, das sind die beiden Bewegungen in unserem biblischen Spruch. Du hast eine Gabe empfangen und nun gib sie weiter. Du hast Kraft und Energie empfangen, die du teilen kannst. Es ist Aufnehmen und Abgeben, ist wie Einatmen und Ausatmen. Ein schönes Bild für die Gotteskraft, die durch uns hindurchgehen und Menschen erreichen will.
Umsonst sind sie uns geschenkt, die vielfältigen Gottesgaben. Und wir haben keinen Einfluss darauf, welche uns gegeben sind. Und manchmal sind wir wohl überrascht, in welchem Übermass sie unter uns wirken: Wie Menschen aufblühen und Ideen entwickeln und Zeit haben und Freude daran finden, das Leben zu teilen.

Und: Es gibt keine Konkurrenz unter ihnen, alle sind gleich viel wert. Über die Gleichwertigkeit der verschiedenen Dienste sagt der Apostel Paulus: Es ist der eine Gott, der durch die verschiedenen Ämter und Gaben hindurch wirkt. Weil er in allen ist, gibt es keine Rangfolge der Dienste und Gaben. Alle sind gleich viel wert.

Passt auf euch auf! Diesen Wunsch gibt ein inzwischen geschlossenes Berliner Kino den Vorbeigehenden mit auf den Weg. Ein freundlicher Gruß in diesen Zeiten! Achtet auf euch und schaut auf eure Nachbarinnen und Hausgenossen, die Hilfe brauchen. Unsere Gaben, für andere zu denken und zu helfen, werden in diesen Zeiten wohl besonders gefragt sein.

Bleiben Sie behütet und seien Sie herzlich gegrüßt von Annette Schwer.