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Andacht
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Gott spricht: Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die
Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Flügel bringen Heilung. Monatsspruch
Dezember: Maleachi 3,20
Liebe Leserin, Lieber Leser, Was ist Gerechtigkeit? fragt Wolfgang Ullmann,
Theologe und Bürgerrechtler, in einer seiner letzten Arbeiten. Und er fährt
fort: ...Das ist eine von den Fragen, auf welche die Philosophen aller
Zeiten antworteten, aber keine Antwort gegeben haben. Das liegt vielleicht auch
an ihnen, den Philosophen. Zuallererst aber liegt es an der Gerechtigkeit. Es
ist wirklich schwer, mit der Gerechtigkeit klarzukommen. Ist es nicht nachvollziehbar,
dass wir lieber die weitesten und krümmsten Auswege und Ausreden suchen,
nur um dieser über uns mit ihrer ganzen Offenkundigkeit hereinbrechenden
Gerechtigkeit nicht zu begegnen?... Denn so steht es um die Gerechtigkeit: Auf
die Frage nach ihr gibt es keine theoretische, sondern nur eine praktische Antwort.
Eine jüdische Legende hat den Unterschied in überwältigender
Präzision ausgesprochen. Beim Einbruch der Nacht kommt ein Flüchtling
zum Rabbi gestürzt. Außer Atem fällt er vor ihm auf die Knie:
, Rette mich! Der Feind vor den Mauern der Stadt sucht mich, weil er mir nach
dem Leben trachtet! , Der Flüchtling hat nicht übertrieben. Denn kurz
nach seiner Ankunft stehen schon die Vertreter der Stadt mit ernsten Mienen
vor dem Rabbi: , Du musst ihn ausliefern. Tust du es nicht, machen sie ernst
mit ihrer Drohung, unsere ganze Stadt zu vernichten. , Der Rabbi fordert Bedenkzeit
und bekommt sie. Mit fliegenden Händen und flatterndem Herzen wälzt
er die Bücher, die Thora, die Propheten, die Mischna, Kommentare aus allen
Jahrhunderten, bis er endlich den rettenden Satz gefunden hat: , Wenn die ganze
Stadt bedroht ist, darf der Flüchtling ausgeliefert werden. , Als der Morgen
graut, weckt er den Flüchtling, der - dem Rabbi trauend- schließlich
doch eingeschlafen war. Er sieht das Gesicht des Rabbi. Der braucht nichts mehr
zu sagen. Denn der Flüchtling hat verstanden und macht sich auf den Weg
in seinen schrecklichen Tod. Aber dieser Tod ist nicht das Ende der Geschichte.
Am nächsten Abend sitzt der Rabbi, der keine Ruhe finden kann, wieder über
seinen Büchern und sucht zu dem einen verhängnisvollen Satz weitere
Rechtfertigungen dessen, was er getan hat. Da - es ist schon finster - springt
die Tür auf und in ihr steht die Riesengestalt des Propheten Elia, der
mit dem Finger auf das leere Ruhebett zeigt: , Wo ist der Flüchtling?,
Jetzt ist es der Rabbi, der auf die Knie fällt: , Aber ich habe doch alles
getan, was ich konnte! Ich habe die Thora, die Propheten, unsere großen
Lehrer befragt. Sie haben meine Entscheidung gutgeheißen! , Da antwortet
Elia: , Du Narr mit deinen Büchern! Die Antwort die du suchst, steht ganz
woanders. Die Thora der Frommen solltest du gelesen haben. Sie steht in deinem
Herzen geschrieben! ,
Muss diese alte Legende in unsere Zeit übersetzt werden? Auch wenn es in
unserm Falle um Tausende oder gar Millionen von Flüchtlingen geht, die
Sachlage ist immer die gleiche. Die Flüchtlinge werden für unerwünscht
erklärt und in ein unsicheres Schicksal abgeschoben, weil wir Angst um
den Wohlstand unserer Städte haben.
Ist die Thora der Herzen für uns etwa weniger leserlich als für jenen
Rabbi der Legende? Lesen wir nicht ganz deutlich, was da, an unsere Adressen
gerichtet, geschrieben steht: Wo sind die Flüchtlinge, die ihr abgeschoben
habt? Wo sind die Kinder, die ihr von ihren Eltern getrennt habt? Wo sind die
Armen, die Bettler, die ihr von den Stufen des Kölner Doms, von denen der
Hedwigskathedrale vertrieben habt?
Die Thora des Herzens, das ist unser Gewissen, das uns wahrnehmen lässt,
wo mitten in Gewalt und Unrecht ein Recht ist, das vorher noch niemand entdeckt
hat. Denn genau das ist Gerechtigkeit: ein vor der guten Tat unbekanntes Recht,
das in dieser Tat erst entdeckt, ja geschaffen wird...
Es grüßt Sie herzlich Ihre Annette Schwer.
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Nachruf
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Am Mittwoch, den 9. November 2005, ist unser langjähriges Gemeindemitglied,
Frau Susanne Lemke, verstorben. Ein persönlich gezeichneter Nachruf darf
vielleicht damit beginnen, wie sehr sie uns fehlt. Als Gesprächspartnerin,
mit der wir zahlreiche Diskussionen ausfochten. Immer wieder beeindruckten uns
dabei ihre große Belesenheit und ihr weit gespanntes Interesse für
alle kulturellen Fragen ebenso wie ihre Fähigkeit, nach einer kontroversen
Debatte wieder in gutem Einvernehmen zusammenzuarbeiten. Sie fehlt uns als eine
Vertreterin jener älteren Generation, die unmittelbar mit den Folgen der
neueren deutschen Geschichte konfrontiert war und unter ihnen zu leiden hatte.
Für Frau Lemke gehörte es daher zu den Selbstverständlichkeiten,
sich vor allem auch in ihrer kirchlichen Arbeit für die Stärkung
des Friedensgedankens wo nur immer möglich einzusetzen. Ihre Erfahrungen
als Christin in der DDR bestärkten sie darin, gerade auch von jüngeren
Gemeindemitgliedern ein offenes Bekenntnis zur Kirche und sei es durch
regelmäßigen Gottesdienstbesuch - zu erwarten. Dabei stand sie der
"Amtskirche" keineswegs unkritisch gegenüber und war stets offen
für neue Formen der Verkündigung. Frau Lemke fehlt uns als ein optimistischer
Mensch, für den Christentum in erster Linie praktisches Engagement bedeutete.
Hier wird die Lücke, die sie hinterlässt, für uns ganz persönlich,
für unsere Gemeinde und den "Verein Kirche und Kultur für Oberschöneweide"
besonders fühlbar. Frau Lemke hat als Vorsitzende des GKR lange Jahre mit
Mut und Entschlossenheit für und mit der Gemeinde, ihren Pfarrerinnen und
Pfarrern gestritten. Sie verstand es, vieles in Bewegung zu setzen und Menschen
durch ihre eigene Begeisterungsfähigkeit zu motivieren. Die
Liste der Ehrenämter, die sie ausgeübt hat, ist lang. Auch hier zeigte
sich ihre Vielseitigkeit und ihre Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Formen
manchmal auch Zwängen kirchlicher Arbeit: Sie war unter anderem
als Lektorin tätig, lange Zeit Mitglied der "Gespräche über
den Glauben", aktiv im Gesprächskreis, Singekreis, Flötenkreis,
bei der "Nacht der Offenen Kirche" und Mitinitiatorin von "Laib
und Seele" in unserer Gemeinde. Schließlich verliert der "Verein
Kirche und Kultur für Oberschöneweide" mit ihr seine stellvertretende
Vorsitzende, auf deren Unterstützung er nur sehr schwer verzichten kann.
Wir sind sehr betrübt darüber, dass wir nun ohne Frau Lemke weitergehen
müssen. Ihr Tatendrang und ihre zahlreichen Pläne machen ihren unerwarteten
Verlust umso fühlbarer. Ihrer Familie und ihren nahen Angehörigen
wünschen wir von Herzen die Kraft, diese schwere Trauerzeit gemeinsam zu
durchschreiten. Nicht unerwähnt bleiben soll die Hoffnung, die wir so gern
mit Frau Lemke geteilt haben - die Zuversicht auf die Geborgenheit in Gottes
Hand.
Dr. Bettina und Rainer Noak
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Gottesdienste im Oktober und November 2005
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04. Dezember 05
2. Advent |
Predigtgottesdienst
mit Abendmahl |
10:00 |
Kirche |
Pf. Alze |
11. Dezember 05
3. Advent
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Predigtgottesdienst
mit anschl. Gemeindeversammlung |
10:00 |
Kirche |
Pfn. Schwer |
18. Dezember 05
4. Advent
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Familiengottesdienst
mit Krippenspiel |
10:00 |
Kirche |
Seeger /
Fehlandt
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21. Dezember 05
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Weihnachtsgottesdienst
Diakon. Werkstätten |
13:30 |
Kirche |
Team /
Pfn. Schwer |
24. Dezember 05
Heiliger Abend
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Christvesper
mit Krippenspiel |
15:00 |
Kirche |
Pfn. Schwer/
Konfirmand. |
24. Dezember 05
Heiliger Abend
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Christvesper
mit Chormusik |
17:00 |
Kirche |
Pf. Alze |
24. Dezember 05
Heiliger Abend
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Gospelnacht
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22:30 |
Kirche |
M. Gabriel /
Jugendchor |
25. Dezember 05
1. Christtag
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Predigtgottesdienst
mit Chormusik
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11:00 |
Kirche
Johannis-thal
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Pf. Kees |
26. Dezember 05
2. Christtag
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Predigtgottesdienst mit Bläsermusik |
10:00 |
Kirche |
Pfn. Schwer |
31. Dezember 05
Silvester
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Jahresschlußandacht |
17:00 |
Kirche |
Pfn. Schwer |
01. Januar 06
Neujahr |
Predigtgottesdienst |
10:00 |
Kirche |
Krause |
08. Januar 06
1. Sonntag nach
Epiphanias |
Predigtgottesdienst
mit Abendmahl und
Kindergottesdienst |
10:00 |
Kirche |
Pfn. Schwer |
15. Januar 06
2. Sonntag nach
Epiphanias |
Predigtgottesdienst |
10:00 |
Kirche |
Pf. Adomat |
22. Januar 06
3. Sonntag nach
Epiphanias |
Ökumenischer
Gottesdienst |
10:00 |
Kirche |
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29. Januar 06
4. Sonntag nach
Epiphanias |
Predigtgottesdienst
mit Kirchenkaffee |
10:00 |
Kirche |
Pf. Alze |
Die Kindergottesdienste mit den Kindern der Kita finden am 08. Dezember und
am 10. Januar um 09:30 Uhr in unserer Kirche statt. Eltern und Kinder aus der
Gemeinde oder aus der Nachbarschaft sind herzlich eingeladen.
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Regelmäßige Termine
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Konfirmandenunterricht
dienstags, 16.30 Uhr Christenlehre
montags, 13.00 Uhr (Vorschulgruppe)
montags, 15.00 Uhr 4.-6. Klasse
montags, 16.15 Uhr 1.-3. Klasse
Krabbelgruppe
montags, 09.30 - 11.00 Uhr
Singekreis
14-tägig mittwochs 10:00 in der Kirche
(1. Termin im Dezember: 14.12.2005)
Gesprächskreis:
12.12.2005 20:00 Uhr - Adventsabend
13.01.2005 20:00 Uhr - Thema wird noch bekannt gegeben
Ehepaar - Mütterkreis:
12.12.2005, 19:00 Uhr - Adventsabend
17.01.2005, 19:00 Uhr - Jahreslosung 2006, Pfarrer Alze
Senioren:
20.12.2005 09:30 Uhr - Weihnachtsfeier mit Programm der Kita-Kinder
10.01.2006 15:00 Uhr - Bibelstunde mit Pfarrerin Nitschke
17.01.2006 15:00 Uhr - Gebetswoche zur Einheit der Christen
24.01.2006 15:00 Uhr - Geburtstagskaffee mit Pfarrerin Schwer
Besuchsdienstkreis:
24.01.2006 14:00 Uhr - Kirche
Lösungen vom Rätsel:
Waagerecht: 1. Waage; 4. Spiegel; 5. Runen; 6. Kirche; 8. UN; 9. Nur; 11. Heft;
12. Stern; 13. Banane; 15. Mond; Senkrecht: 1. Weihnachtsmann; 2. Augen; 3.
Eule; 4. Sardine; 6. Kuh; 7. Engel; 10. Ring; 14. Arm
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Besondere aus unserer Kirchengemeinde
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Adventsausflug mit Lichterfahrt am 5. Dezember:
Wir fahren nach Mittenwalde im Kirchenkreis Zossen, besichtigen die gotische
Kirche St. Moritz, trinken im Gasthof des Ortes Kaffee und fahren durch das
vorweihnachtlich beleuchtete Berlin zurück. Der Preis für Busfahrt
und Kaffeegedeck beträgt € 21,50. Wir starten um 13:00 Uhr vor dem
Gemeindehaus, holen dann die Johannisthaler Mitreisenden ab und sind gegen 18:30
Uhr wieder in Berlin. Bitte melden Sie sich bald im Gemeindebüro. Es gibt
noch einige Karten.
Gemeindeversammlung am 3. Advent:
Nach einem kurzen Gottesdienst am 3. Advent wollen wir eine Gemeindeversammlung
halten. Es soll um die Liturgie in unseren Gottesdiensten, um die finanzielle
Situation der Gemeinde und um neue Pläne für die Vermietung des Gemeindehauses
gehen. Und natürlich gibt es die Möglichkeit, den Gemeindekirchenrat
zu befragen.
Gebetswoche zur Einheit der Christen im Januar 2006:
Wie üblich halten wir die Gebetswoche ökumenisch. Die Nachmittagsveranstaltung
findet am Dienstag, den 17. Januar um 15:00 Uhr in der Christuskirche statt,
der 1. Gemeindeabend dann am Mittwoch, den 18. Januar, 19:00 Uhr in St. Antonius,
der 2. Abend am 19. Januar in der ev.- methodistischen Gemeinde, Helmholtzstraße,
ebenfalls um 19:00 Uhr. Am Sonntag, den 22.01.2006 laden wir um 10:00 Uhr zum
ökumenischen Gottesdienst in unsere Kirche ein.
Liebe Kinder, wenn Ihr zwischen 6 und 10 Jahren alst seid und gerne singt,
laden wir Euch ganz herzlich ein, bei einem besonderen Familiengottesdienst
mitzuwirken. Er findet am Sonntag, dem 5. März 2006, 11:00 Uhr in der
Kirche in Johannisthal statt. Wir haben uns dafür eine interessante
Geschichte aus der Bibel ausgesucht, die Geschichte von Ruth. Und will Ihr da
ja richtig mitmachen sollt, müssen wir das auch vorbereiten. Dazu laden
wir zu unseren Kinderchorproben ab Januar ein (Termin bei H. Fehlandt
oder Fr. Seeger erfragen!). Gemeinsam mit den Kindern aus Baumschulenweg, Johannisthal
und Treptow wollen wir am Tag vor dem Familiengottesdienst, also am Samstag,
den 04.März 2006, einen fröhlichen Kindertag feiern, wo
wir auch alles, was wir schon geübt haben miteinander probieren und noch
ganz viel Schönes mehr machen wollen, laßt Euch überraschen!
Wir freuen uns, wenn viele Kinder mitmachen, also überredet Eure Eltern,
damit Ihr dabei sein könnt!
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Verein - Kirche und Kultur für Oberschöneweide e.V.
informiert:
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Kirche und Kultur für Oberschöneweide e.V.
informiert:
Die nächste Vereinssitzung findet am
Montag, 12.12.2005 um 20:00 Uhr im Kirchencafé statt.
Auch Nicht-Vereinsmitglieder sind herzlich willkommen!
Liebe Vereinsmitglieder,
nach dem Lichtermarkt haben wir in den letzten Jahren auf eine
Vereinssitzung verzichtet. Zusammen mit dem Gesprächskreis
wollen wir in diesem Jahr am 12.12.2005 eine Adventsfeier
durchführen, bei der wir auch das Vereinsjahr und den Lichtermarkt
etwas Revue passieren lassen wollen.
Im Januar 2006 verzichten wir ebenfalls auf die Vereinssitzung, da
wir im Vorstand die Jahreshauptversammlung vorbereiten werden,
die am 7. Februar 2006 stattfindet. Zu dieser Sitzung sind schon jetzt
alle Vereinsmitglieder und Gäste herzlich eingeladen.
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Vorstellung
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Arbeit der evangelischen Seelsorge bei der Bundespolizei
Polizei in der Kirche In der Schnellerstraße, neben dem BAHR-Baumarkt,
liegt das Amt Berlin der Bundespolizei. Mitte Dezember zieht das Bundespolizeipräsidium
Ost ebenfalls dort hin, eine Mittelbehörde, die zuständig ist für
Berlin, Brandenburg und Sachsen. Die Bundespolizei (vormals Bundesgrenzschutz)
ist verantwortlich für die Sicherheit der Grenzen, der Flughäfen,
der Bahnhöfe und Bahnanlagen, für den Schutz von Staats- und Verfassungsorganen.
Im Auftrag und Namen der Kirche gibt es bei der Bundespolizei Polizeiseelsorge.
Dieser Dienst der Kirche erfolgt gegenüber der Polizeiorganisation in kritischer
Solidarität, gegenüber den einzelnen Menschen mit evangelisch - bejahender
Zuwendung. In der Bundespolizei gibt es für die Seelsorge drei Arbeitsschwerpunkte:
- In der Berufsethik geht es um die Vergewisserung ethischer Werte
und um die Anleitung zum gewissenhaften Handeln. Hierzu gibt es eine Vielzahl
von Angeboten der Erwachsenenbildung.
- Glaube umschließt Ermutigungen zum christlichen Leben und
die Bezeugung der Gegenwart Gottes. Hierzu gehören Gottesdienste und Andachten,
Amtshandlungen, kirchliche Tagungen zu Glaubensfragen, Familienrüstzeiten.
- Seelsorge im engeren Sinn beinhaltet das Zuhören, Beraten,
Begleiten, Trösten, Sich-Kümmern bei Polizeieinsätzen, in Grenzsituationen
und Notfällen, bei der seelischen Verarbeitung belastender Ereignisse.
Seelsorge braucht Kirche als konkrete Gemeinschaft von Gläubigen und als
konkreten Ort:
- Als Gemeinde, um die Bodenhaftung in der Wirklichkeit unserer Kirche zu behalten,
um in Gottesdienst und Gebet mitbedacht zu werden.
- Als Ort, mit dem Polizisten in der Stadt kritische Offenheit verbinden, wo
Gottesdienste, Andachten und Konzerte der Seelsorge stattfinden dürfen,
wo Gespräche möglich sind. Um Kirche in diesem doppelten Sinn bitte
ich Sie, die Gemeinde der Christuskirche. W. Otto Jörg Adomat (Polizeipfarrer)
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Chronik
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Folge 63:: Einige Streiflichter zum früheren krichlichen Leben
im Laubengebiet (Nachtrag)
Aus einem Brief von der Diakonisse Liesbeth Scholz aus dem Mutterhaus
Hermannswerder, die 23 Jahre die Diakoniestation im Fuldaweg betreute,
vom 6.9.1978:
- Wir hatten vor Jahren noch ca. 1000 Kleingärtner mit ca. 200-250 Dauerbewohnern.
- Vor dem Krieg hissten die Laubenpieper die Brandenburgische
Fahne, wenn sie auf dem Grundstück waren.
- Die Laubengebiete unterstanden früher der Försterei.
- 1947 und folgende Jahre kam Frau Dr. Schuster aus Baumschulenweg in Notsituationen,
später konnte ich jeden praktischen Arzt in Oweide um Hilfe fragen;
auch die beiden Polikliniken schickten u.a. Medikamente.
- Kolonie Freibad hieß früher: Vorwärts, vielleicht
nach dem sehr schönen Ruderhaus benannt, das leider auch Bomben zum Opfer
fiel; in der Gründerzeit um 1908/10 hatte die Kolonie den lustigen Namen
: Vergnügte Sandwüste.
- Zu den Sommerfesten war ich natürlich auf jede Kolonie eingeladen.
- Die eigentliche ev. Gemeindestation im Laubengebiet mit Kindergarten entstand
wohl erst 1934. Vorher wurden die Kranken von den Stadtschwestern
betreut.
- Die verlängerte Mentelinstraße hieß früher Dieselweg
und war ein Sandweg, der erst nach den Neubauten 1958/59 gepflastert
wurde (Rudolf Diesel, 1858 1913, dt. Ing.., erfand 1892 den Dieselmotor).
- Ehepaar M. erzählt heute noch mit Freude von Kurzbesuchen, die Schwester
Liesbeth bei ihnen zum Ausruhen gemacht hatte und vom Vorbeischauen
beim Fährmann M., der gern auch mit Pfarrer Rasenberger dann ein Schwätzchen
hielt.
- Viele Jahre aktiv als Sozial-Helferin war aus der Kolonie Oberspree
Ruth B., die auch zur Jungen Gemeinde gehörte.
- In den Sommermonaten erhielten wir früher viele Jahre vom Ehepaar Schw.,
KgA Wilhelmstrand, fast sonntäglich zwei wunderschöne Altarsträuße
als Geschenk. 1984 zog Frau Käthe S. aus Salzwedel in die Grüne
Aue, Sandweg. Sie kam bis kurz vor ihrem Tode 1997 bei Wind und Wetter,
auch im Winter, zum Gottesdienst und zum Seniorenkreis. So gab und gibt es seit
Jahrzehnten Verbindungen zwischen der ehemaligen Laubengemeinde
und der großen Gemeinde im Ort. Laut Nachfragen in den Kirchenbüros
gibt es heute in dem Laubengebiet neun katholische Bewohner, eine methodistische
Familie und 21 evangelische Bewohner. Vielleicht sollten wir in Zukunft ab und
an auch für die Bewohner im Laubengebiet beten. Zum Abschluss noch zwei
heimatkundliche Informationen:
1. Die Wilhelmsträndler arbeiten seit Monaten intensiv an den Vorbereitungen
zu ihrer 100-Jahr-Feier des Bestehens 2006. Möge alles bestens gelingen!
2. Vor wenigen Wochen im August wurde ein Teil des Internationalen Friedens-Radwanderwegs
Mailand-Kopenhagen eingeweiht. Er führt von der Fähre Am Wilhelmstrand
bis zur Rummelsburger Straße (Weg 7) und wurde in monatelanger Arbeit
mit vielen Einschränkungen und Behinderungen für die betroffenen Gartenbesitzer
gebaut. Wir sind gespannt, wer ihn benutzen wird!
Waltraut Krause
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Rückblick
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Zu Besuch bei Katharina und Martin
Es ist der 12. November, 17.07 Uhr. Wir sitzen im Regionalexpress 5 und fahren
nach Berlin zurück. Ein wunderschöner Tag in Wittenberg liegt hinter
uns. Wir sind die Konfirmandinnen und Konfirmanden unserer Gemeinde. Unser Weg
führte uns zunächst zur Luthereiche. Hier verbrannte Martin Luther
im Dezember 1520 die Bannandrohungsbulle, in der Papst Leo X. seine Gedanken
als Ketzerei bezeichnet hatte. Nachdem wir traditionelle mittelalterliche Kleider
bekommen und die Jungen sich in Studenten und die Mädchen in Mägde
verwandelt hatten, wurden wir durch das Lutherhaus geführt, besichtigten
die 10-Gebote-Tafel von Lukas Cranach, die Lutherkanzel, den Ablaßkasten
und die Wohnräume der Familie Luther. Zu den Mahlzeiten saßen manchmal
35 - 60 Personen am Tisch. Da hatte Katharina ganz schön zu tun! Anschließend
formten wir die Lutherrose, das Siegel Martin Luthers, aus Ton. Nach einer kleinen
Stärkung stiegen wir auf den Turm der Schloßkirche, immerhin 289
Stufen hoch!! Ein paar von uns wurden versehentlich vom Küster im Turm
eingesperrt. Wirklich sehr aufregend!! Wir besichtigten die Schloßkirche
und die Tür mit den berühmten 95 Thesen. Dann setzten wir uns noch
einmal in ein Eiscafé, in der Nähe des Schlosses. Auf dem Rückweg
zum Bahnhof fischte sich Basti unter dem Beifall der Vorbeigehenden ein 2-Euro-Stück
aus dem Stadtgraben. Er ist jetzt ein richtig reicher Mann. Marvin, Katharina,
Sebastian, Annette, Hanna, Gideon, Josephine.
Neueste Nachrichten von Kanzel und Orgel
Die Restauratorinnen haben den Plan verwerfen müssen, die übergestrichene
Farbe an der Kanzel zu entfernen und die alte Bemalung zu erneuern. Was sie
darunter fanden, war in der Qualität so schlecht, daß die lange Arbeit
des Abtragens nicht gelohnt hätte. Nun werden also die alten Bilder und
die Schrift auf die Übermalung gebracht. Mit Hilfe alter Photos, die Frau
Krause zum Glück so gut aufgehoben hat, konnten die Bibelsprüche entziffert
werden. Am 23. November werden unserer alten Orgel die ersten Töne entlockt.
Die Orgelbauer entscheiden dann, wofür die noch vorhandenen Spendengelder
eingesetzt werden müßten. Die Verschmutzung der Pfeifen durch den
Umbau 2003/2004 ist groß. Ein neuer Motor mußte eingebaut werden,
die Elektrik wurde erneuert.
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Weihnachten ist überall
"Ich finde es wichtig, Menschen in einer Situation zu unterstützen,
die ich selbst nicht erleben möchte und in der ich froh wäre, wenn
jemand an mich denkt. Darum wird Christel Behrendt in diesem Jahr zum
dritten Mal ein Weihnachtspaket für einen Gefangenen packen. Diese besondere
Hilfsaktion gehört in einigen Kirchengemeinden Berlins inzwischen zum festen
Bestandteil der Adventszeit. Dass die Beschenkten eine Haftstrafe verbüßen
und ihre kargen Lebensumstände mit zu vertreten haben, hindert sie nicht.
"Für mich ist Weihnachten ein ganz großes christliches Fest,
ein Fest der Freude. Das möchte ich weiter vermitteln und hoffe, dass ich
das Richtige gefunden habe und dass derjenige, der es bekommt, merkt, ich habe
es gern gepackt, und sich freut. Jeder Gefangene kann nur zu bestimmten
Anlässen ein Paket bekommen. Kennt er niemanden, der ihm ein Paket schickt,
dann verstreicht die Gelegenheit. Für diese Gefangenen sucht Freiabonnements
für Gefangene e.V. seit einigen Jahren Paketspenderinnen und -spender,
Menschen, die an Weihnachten ein Lebens- und Genussmittelpaket an einen Fremden
verschenken. Wenn auch Sie ein Paket verschenken möchten, dann können
Sie wählen, ob Sie das Paket selbst packen und verschicken oder mit einer
Geldspende (42 Euro für Inhalt, Verpackung und Porto) ein Paket vom Verein
packen lassen.
Freiabonnements für Gefangene e.V.
Köpenicker Str. 175
10997 Berlin
Tel.: 030 - 611 21 89
eMail: freiabos@bln.de
www.freiabos.de
Zum Ausdrucken (Internet Explorer): Rechtsklick aufs Bild und "Bild drucken".
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Kultur in der Christuskirche Oberschöneweide
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So 04.12. 16:00 Uhr - Adventskonzert
Adventliches Chorkonzert
mit dem Chorensemble Köpenick unter Ltg. von Karl-Heinz Werner
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 6,- €
Sa 10.12. 17:00 Uhr - Chorkonzert
Adventskonzert
mit dem gemischten Chor Ernst Moritz Arndt Bln; Ltg. Heiko Jerke
Eintritt: 7,- €; Karten: Abendkasse oder unter 030 - 53 71 335
So 11.12. 15:00 Uhr - Chorkonzert
Englische und Deutsche Weihnachtslieder
mit dem Engl. Chor der VHS Treptow-Köpenick; Ltg. Herr Florence
Eintritt frei - Kollekte erbeten
Sa 17.12. 19:30 Uhr >musica sacra<
Weihnachtsoratorium (Kantaten 1-3)
von Johann Sebastian Bach mit Solisten, Orchester und dem Vocalensemble Ad
Libitum unter Leitung von Margarethe Gabriel
Eintritt: Kategorie A: 15,- € / ermäßigt 12,- €; Kategorie
B: 10,- €
Vorverkauf: Kirchenbüro, Telefon 030 - 535 31 55
Sa 24.12. 22:30 Uhr - Gospel zur Heiligen Nacht
Swingende Weihnachten
Swing, Gospel und Popsongs mit dem Jugendchor >CANTANDO< - Instrumentalisten
und Solisten unter Ltg. von Margarethe Gabriel
Eintritt frei - Kollekte erbeten
So 08.01.2006 16:00 Uhr - Chorkonzert
Neujahrskonzert
mit dem Chorensemble Köpenick unter Ltg. von Karl-Heinz Werner
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 6,- €
So 29.01.2006 17:00 Uhr - Chorkonzert
Jugendkantorei Johannisthal
unter Leitung von Martin Fehlandt
Eintritt frei Kollekte erbeten
30.11. - 16.01.2006 - Ausstellung
Landschaftsimpressionen von Wolf U. Friedrich,
Gemälde in Aquarell, Öl und Softpastell
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Kontakt und Impressum
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Gemeindebüro
12459 Berlin-Oberschöneweide, Firlstraße 16
Christiane Matis Di 15.00 - 18.00 Uhr, Do 09.00 - 13.00 Uhr
Tel.: 030 - 535 31 55 Fax: 030 - 535 35 36
eMail: gemeinde@ev-kirche-oberschoeneweide.de
www.ev-kirche-oberschoeneweide.de
Pfarrerinnen/Pfarrer
Pfn. Annette Schwer Tel.: 030 - 305 45 43
Pfn. Gerda Nitschke Tel.: 030 - 671 47 37
Pf. Werner Alze Tel.: 030 - 56 29 23 47
eMail: werner.alze@web.de
Kantor
Martin Fehlandt Tel.: 030 - 636 60 12
Katechetin
Ingard Seeger Tel.: 030 - 636 99 28
Kindertagesstätte
12459 Berlin, Firlstraße 16 A
Leiterin Marlies Benedix Mo - Fr 06.30 - 17.00 Uhr
Tel.: 030 - 535 30 15
Kirchgeld, Spenden
Wir bitten Sie, Spenden oder Kirchgeld für unsere Gemeinde
auf das Konto der Ev. Darlehensgenossenschaft einzuzahlen:
BLZ 100 602 37 Konto-Nr.: 160520
Bitte geben Sie als Empfänger "KVA Berlin-Südost" und
als Spendenzweck "Oberschöneweide" an.
Impressum
Der Gemeindebrief wird herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der
Christuskirche. Das Redaktionsteam besteht aus Rainer Noak und
Ekkehart Kühne. Das Redaktionsteam ist zu erreichen per E-Mail:
r.noak@gmx.de oder ekke@ekke.info, sowie telefonisch über das
Gemeindebüro. Redaktionsschluss ist jeweils der 10. des Vormonats. Für
die Inhalte der Artikel zeichnen die Autoren verantwortlich! Die Auflage
beträgt 600 Stück.
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